In guten Händen

Auf der Suche nach einem Mittelweg zwischen Klinik und Hausgeburt sowie der Möglichkeit einer selbstbestimmten, natürlichen Geburtssituation für die Mutter, sind wir auf das Maingeburtshaus aufmerksam geworden.

Als uns beim Besuch des Infoabends die Türe geöffnet wurde, umgab uns der Geruch von ätherischen Ölen und Duftlampen. Im ersten Moment waren wir uns nicht sicher, ob das tatsächlich etwas für uns ist. Doch die Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden, die fachliche Kompetenz und Klarheit, mit der die Fragen beantwortet wurden und die Bodenständigkeit der Hebammen überzeugte uns.

Mit der kontinuierlichen Betreuung bereits in der Schwangerschaft lernten wir die Hebammen und sie uns kennen. So entstand ein tiefes Vertrauen und das Gefühl, miteinander ein eingespieltes Team zu sein. So konnten wir ganz gelassen in die Geburt unseres ersten Kindes gehen. Die häusliche Atmosphäre der Räumlichkeiten unterstützte das zusätzlich. Wir fühlten uns einfach wohl. (Es gab immer Kekse!)

Heike betreute uns bei der Geburt. Sie war immer zur Stelle; sei es, um den Geburtsverlauf einfühlsam zu überwachen, beim Ausprobieren und Einnehmen aller erdenklichen Geburtspositionen zur Seite zu stehen, den Partner an zu leiten, wie er sich unterstützend einbringen kann, oder einfach auch Melone zu schneiden ;-). Gleichzeitig zog sie sich leise zurück, wenn sie merkte, dass es uns gut tat, Zeit für uns zu haben, um dann im richtigen Moment wieder da zu sein.

Trotz regelrechter, starker Wehen über lange Zeit, öffnete sich der Muttermund nicht weit genug. Heike sah uns die Erschöpfung an und da nicht voraus zu sehen war, wie lange es noch gehen würde, sprach sie offen und ohne uns zu bedrängen eine Verlegung in die Klinik an, wofür wir uns letztendlich schweren Herzens entschieden.

Sie begleitete uns in die Klinik, wo sie eine hervorragende Übergabe machte und die dortigen Hebammen auf unseren Wunsch nach einer natürlichen Geburt einschwor. Nachdem alles geregelt war und wir uns emotional etwas gefangen hatten, verabschiedete sie sich.

Der Kontrast hätte stärker kaum sein können.
Bei nur zwei Hebammen und vier parallel verlaufenden Geburten waren wir erst mal zwei Stunden allein auf uns gestellt. Bis kurz vor Schluss schaute die Hebamme immer nur kurz herein um ihre Routineuntersuchungen durch zu führen. Hätten wir die Zeit vorher im Geburtshaus nicht gehabt, wären wir wahrscheinlich überfordert gewesen.

Am Ende verlief die Geburt jedoch komplikationslos und konnte auf natürlichem Weg beendet werden. 5 Stunden später fuhren wir erschöpft aber glücklich mit unserem Sohn nach Hause. Abends kam Bettina, die uns im Wochenbett betreute.

Die Betreuung war sehr fürsorglich und umfangreich. 
Wir fühlten uns bei ihr gut aufgehoben, auch als der Milcheinschuss auf sich warten ließ, blieb sie ganz gelassen und stand uns mit guten Hilfestellungen und Tips zur Seite.

Die positiven Erfahrungen im Geburtshaus vor, während und nach der Geburt sind die bleibenden Erinnerungen. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir unser erstes Kind bei und mit euch auf die Welt bringen konnten!

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