Häufig gestellte Fragen

Wann melde ich mich an?

So früh wie möglich! Wir möchten ausreichend Termine für ein gegenseitiges Kennenlernen einplanen. Es sollten mindestens sechs Vorsorgeuntersuchungen/Termine im Geburtshaus vereinbart werden.

 Ab wann darf das Baby im mainGeburtshaus zur Welt kommen?

Ab Beginn der 37sten Schwangerschaftswoche. Denn dann sind die Organe der Kinder gut ausgereift und können selbstständig arbeiten. 

Bis wie weit über dem errechneten Geburtstermin darf das Baby im Geburtshaus geboren werden?

Das muss immer individuell entschieden werden. Ab dem errechneten Termin werden die Schwangerschaftsvorsorgen jedoch engmaschiger durchgeführt, um Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen. Ist Ihr Baby jedoch auch weiterhin gut versorgt, spricht nichts gegen eine Geburt im Geburtshaus bis zum 14. Tag nach dem errechneten Termin.

Wer trägt die Kosten?

Alles, was von der Hebamme im Rahmen unserer Hebammengebührenverordnung geleistet wird, bezahlt die gesetzliche Krankenkasse. Dies umfasst die Betreuung in der Schwangerschaft, die Geburt und die Wochenbettbetreuung. Für täglich 24 Stunden Rufbereitschaft durch zwei Hebammen, von drei Wochen vor dem Termin, bis spätestens 14 Tage nach dem Termin, bekommen die Hebammen 300 Euro, ab Januar 2015 400 Euro. Die Erhöhung der Rufbereitschaftspauschale ist für uns Hebammen aufgrund der stark gestiegenen Haftpflichtprämien die einzige Möglichkeit, das Geburtshaus weiter zu betreiben. Die Rufbereitschaftspauschale wird anteilig von immer mehr Krankenkassen übernommen und muss nur noch selten selbst gezahlt werden. Bitte kontaktieren sie ihre Krankenkasse diesbezüglich. Die privaten Kassen sowie manche Beihilfestellen erstatten leider nicht alle Hebammenleistungen - es empfiehlt sich, im Einzelfall genau nachzufragen.

Kommt ein Arzt zur Geburt dazu?

Nein. Nach dem Hebammengesetz dürfen Hebammen normale Geburten ohne Anwesenheit eines Arztes begleiten, während Ärzte eine Hebamme dazurufen müssen. Zur Unterstützung kommt im mainGeburtshaus jedoch gegen Ende jeder Geburt eine zweite Hebamme dazu. Bei Anzeichen von Unregelmäßigkeiten begleiten wir Sie in die Verlegungsklinik Ihrer Wahl, um die notwendige Überwachung und Weiterbehandlung zu gewährleisten. Nach einer Übergabe an die dortige Hebamme, übernimmt das geburtshilfliche Team der Klinik dann die weitere Verantwortung.

Was ist, wenn "etwas" passiert?

Eine Hebamme bespricht mit Ihnen im Risikoaufklärungsgespräch (ca. 34. SSW) ganz genau, welche Komplikationen auftreten können und wie im Einzelfall reagiert wird. Dazu gehört das notwendige Notfallmanagement. Wir haben im Geburtshaus Notfallmedikamente für Mutter und Kind, Infusionen, Sauerstoff und Beatmungsmasken, um in Notfällen adäquat reagieren zu können. Durch die Zusammenarbeit mit den nahegelegenen Kliniken, ist eine für Mutter und Kind möglichst sichere Verlegung möglich.

Wie häufig kommt es zu Komplikationen? 

In deutschen Geburtshäusern müssen ca. 15% der geplanten Geburtshausgeburten in der Klinik beendet werden. Die allermeisten Verlegungen erfolgen vorsorglich und ohne Zeitdruck. Viele der verlegten Frauen können in der Klinik noch auf normalem Weg gebären. Nur bei etwa 5% ist ein Kaiserschnitt notwendig.

Wer darf alles bei der Geburt dabei sein? 

Ob Sie sich die Anwesenheit einer oder mehrerer nahestehender Menschen wünschen, ist alleine Ihre Entscheidung. Wir respektieren aber auch den Wunsch der Mutter nach größtmöglicher Ruhe und Alleinsein. Im fortgeschrittenen Geburtsverlauf rufen wir eine zweite Hebamme dazu. Wenn Sie möchten, können ältere Geschwisterkinder gerne bei der Geburt dabei sein. Es sollten jedoch die Wünsche und Bedürfnisse aller  berücksichtigt werden.

Wird ein routinemäßiger Dammschnitt gemacht?

Nein! Wir führen in der Regel keine Dammschnitte durch. In sehr seltenen Fällen ist dies allerdings notwendig.

Wer näht, wennt etwas gerissen ist?

Die Hebamme näht Verletzungen im Geburtshaus selbst, natürlich mit örtlicher Betäubung. Sehr selten kommt es bei einer Geburt zu unübersichtlichen Rissverletzungen, die in der Klinik genäht werden müssen. 

Wieviel Zeit verbringt man nach der Geburt im Geburtshaus?

In den ersten zwei bis drei Stunden nach der Geburt muss der Zustand von Mutter und Kind engmaschig kontrolliert werden. Wir geben Ihnen ausreichend Zeit, um sich zu erholen und zu kräftigen und Ihr Kind zu bestaunen. Die Entlassung nach Hause findet erst dann statt, wenn Ihr Zustand stabil ist. Dort werden Sie dann von Ihrer Nachsorgehebamme weiterbetreut. Gerne übernehmen auch wir diese Betreuung. Bitte sprechen Sie uns schon während der Schwangerschaft darauf an.

Gibt es Ausschlusskriterien für eine Geburtshausgeburt?

Es kann in der medizinischen Vorgeschichte der Mutter bzw. im Verlauf der Schwangerschaft oder der Geburt Kriterien geben die eine Betreuung im Geburtshaus ausschließen. Hier finden Sie einen Auszug einiger dieser Kriterien. Sprechen Sie uns gerne individuell an, wenn Sie unsicher sind ob Sie vom Geburtshaus betreut werden können!

Ausschlusskriterien:

- Zustand nach Gebärmutterverletzung in einer vorherigen Schwangerschaft (Uterusruptur)

- Zustand nach zwei Kaiserschnitten ohne nachfolgende Spontangeburt

- Zustand nach bestimmten Gebärmutteroperationen

- HIV-positive Schwangere

- Drogenabhängigkeit

- insulinpflichtiger Diabetes

- Frauen mit einer Hepatitiserkrankung

- Geburt oder Blasensprung vor 37+0 Schwangerschaftswochen

- Mutterkuchen sitzt vor dem Muttermund

- HES, HELLP-Syndrom (sog. Schwangerschaftsvergiftung)

- Thrombose in dieser Schwangerschaft

- Querlage des Kindes oder Beckenendlage

- BMI der Mutter >35

Wir erlauben uns außerdem bei weiteren, hier nicht aufgeführten Gründen, eine Betreuung abzulehnen. Nur dadurch können wir für Sie und Ihr Kind ein sichere Arbeit gewährleisten.